Ätherische Öle: Wohltuende Begleiter für Körper, Geist und Seele
Ätherische Öle haben zahlreiche positive Effekte auf Gesundheit und Haut und sind wahre Alleskönner: Für eine große Vielzahl an Beschwerden und Stimmungslagen gibt es das passende Öl. In diesem Beitrag erfährst du, worauf du beim Kauf ätherischer Öle achten solltest, wie ätherische Öle wirken und wie du sie anwenden kannst.
Zunächst einmal: Was sind ätherische Öle?
Ätherische Öle sind hoch konzentrierte Pflanzenextrakte, die durch Destillation oder Kaltpressung aus verschiedenen Pflanzenteilen wie Blüten, Blättern, Rinden oder Wurzeln gewonnen werden. Ihre Wirkung ist 50- bis 70-mal stärker als die der Pflanzen selbst. Das ist auch der Grund, warum eine sehr sparsame Dosierung völlig ausreichend ist. Dabei ist die Verwendung ätherischer Öle keine Modeerscheinung, sondern hat eine lange Tradition, die bereits vor Jahrtausenden begann.
Worauf du beim Kauf ätherischer Öle achten solltest
Ein ätherisches Öl sollte zu 100% naturrein sein, d. h. nicht synthetisch hergestellt. Weitere Qualitätsfaktoren sind das Gewinnungsverfahren (z. B. Extraktion oder Destillation), die Herkunft der Öle und ihre Anbauweise. Ich greife immer zu Ölen in Demeter- oder Bio-Qualität. Bei ätherischen Ölen, die eingenommen werden, solltest du zusätzlich darauf achten, dass sie als Lebensmittel ausgezeichnet sind. Da die Öle hochkonzentriert sind, sollten sie in der Regel verdünnt verwendet werden.
Die Wirkung ätherischer Öle
Ätherische Öle wirken auf vielfältige Art und Weise. Nachfolgend habe ich die Effekte der einzelnen Öle auf Psyche und Wohlbefinden für dich aufgelistet:
Anregende Öle: u. a. Pfefferminze, Rosmarin, Lemongras
Entspannende und beruhigende Öle: u. a. Lavendel, Neroli, Sandelholz
Stimmungshebende Öle: u. a. Rose, Grapefruit, Mandarine rot
Konzentrationsfördernde Öle: u. a. Zitrone, Zedernholz, Eukalyptus
Schlaffördernde Öle: u. a. Lavendel, Geranie, Melisse
Daneben bringen ätherische Öle auch viele positive Effekte für unsere Haut mit und sind wahre Beauty-Booster. Pfefferminz-, Rosmarin- und Teebaumöl wirken unter anderem antibakteriell, Rose und Geranium hautregenerierend, Grapefruit straffend und den Hautstoffwechsel anregend.
Wie du ätherische Öle anwenden kannst
Die erste und wohl bekannteste Möglichkeit, die Wirkung von ätherischen Ölen zu genießen, ist über die Atemwege. Solltest du dich für einen Aroma-Diffusor zur Anwendung entscheiden, empfehle ich einen Diffusor mit Kaltverneblung oder Ultraschall, der ohne Hitze arbeitet. So kann das kostbare Öl nicht verbrennen. Gut auf dem Schreibtisch machen sich auch Duftsteine, die mit ein paar Tropfen des Öls beträufelt werden. Des Weiteren gibt es Duftsticks für die Handtasche, sodass du deinen Lieblingsduft immer dabei hast.
Einfach und schnell hergestellt sind auch Duftsäckchen, die du ebenfalls überall hin mitnehmen kannst: Dazu einfach etwas getrockneten Reis in einen Behälter geben und einige Tropfen ätherisches Öl hinzufügen (auf 100 Gramm Reis kommen etwa 3 Tropfen des Öls). Anschließend ein hübsches Stück Stoff nehmen und etwas von dem hergestellten Duftreis in die Mitte geben. Das Tuch oben mit einem Gummiband fest verschließen und diesen dann unter einem hübschen Band, das du zur Schleife bindest, verstecken.
Die zweite Möglichkeit, ätherische Öle anzuwenden, ist auf der Haut. Dazu solltest du das Öl zunächst auf Verträglichkeit testen. Zur Anwendung auf der Haut einige Tropfen des ätherischen Öls mit einem hochwertigen und neutralen Basisöl (z. B. Mandel- oder Jojobaöl) vermischen. Ein wahres Beauty-Öl für den Körper erhältst du auch, wenn du auf 100 ml Macadamia-Öl 15 Tropfen Grapefruit und 5 Tropfen Rosmarinöl gibst und das Ganze gut vermischst. Außerdem kannst du deiner gewohnten Körperlotion oder Handcreme einen Tropfen ätherisches Öl hinzufügen.
Wundervoll ist es auch, in ein herrlich duftendes Verwöhnbad mit ätherischen Ölen einzutauchen. Auswahl und Zusammenstellung der Öle kannst du dabei frei nach deinen individuellen Bedürfnissen bestimmen. Meine Empfehlung ist ein entspannendes Lavendelbad. Dazu gibst du einen Becher Sahne ins Badewasser und dann 5 Tropfen Lavendelöl hinzu. Die Sahne dient in diesem Fall als Trägerstoff, da ätherische Öle sich nicht mit Wasser verbinden.
Zu guter Letzt können einige ätherische Öle auch eingenommen und beispielsweise in der Aromaküche verwendet werden. Bei Verdauungsproblemen und Übelkeit aber auch bei Heißhunger auf Süßes hilft es zum Beispiel, einen Tropfen Pfefferminzöl in ein Glas Wasser zu geben und zu trinken. Und ein grüner Smoothie wird noch erfrischender, wenn du ihm 1-2 Tropfen Zitronenöl hinzugibst.
Fazit
Ätherische Öle sind wahre Booster für Gesundheit und Wohlbefinden und bringen zahlreiche positive Effekte mit sich. Ich hoffe du fühlst dich inspiriert, sie in deinen Alltag zu integrieren, und vielleicht hast du ja Lust bekommen, einige der Tipps, die ich in diesem Beitrag mit dir geteilt habe, auszuprobieren. Lasse mir auf jeden Fall dein Feedback in den Kommentaren da: Wie findest du den Beitrag? War er hilfreich? Und hast du ein Lieblingsöl?
