Saftfasten – Reset für deine Ernährung

Saft für eine Fastenkur auf einem Tisch

Saftfasten ist so beliebt wie nie zuvor. Es ist sozusagen eine Light-Version des Heilfastens, denn es werden nicht nur Wasser, ungesüßter Tee und eventuell Brühe zu sich genommen, sondern auch mehrmals täglich Obst- und/oder Gemüsesäfte.

Dabei soll Saftfasten verschiedene positive Effekte für die Gesundheit mit sich bringen. So soll es die Verdauung entlasten, einen positiven Einfluss auf unsere Darmbakterien haben und wichtige Zellreinigungsprozesse besser ablaufen lassen. Die entgiftende Wirkung, die dem Saftfasten zugeschrieben wird, ist wissenschaftlich nicht belegt. Ich sehe das Saftfasten als eine Art Reset in Punkto Ernährung und Start in gesündere Essgewohnheiten mit mehr Obst und Gemüse und insgesamt bewussterem, achtsamerem und entschleunigtem Genuss.

Um von den positiven Effekten des Saftfastens zu profitieren, gibt es einige Dinge zu beachten. Wichtig ist beispielsweise, dass es sich um frische, kaltgepresste Säfte handelt, da diese viele Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Ebenso sollten Obstsäfte nur in Maßen genossen und vermehrt zu Gemüsesäften gegriffen werden, da die meisten Obstsäfte von Natur aus recht viel Zucker enthalten. Von Säften, denen zusätzlicher Zucker zugeführt wurde, ist abzuraten.

Empfehlenswerte Gemüsesorten für die Säfte sind u. a. Spinat, Grünkohl, Gurken, Zucchini, Möhren und Sellerie. Antioxidantienreiches Obst mit vergleichsweise geringem Zuckergehalt wie Zitronen, Blau-, Brom- und Himbeeren und Kiwis sind ebenfalls empfehlenswert. Einen zusätzlichen Boost, geschmacklich und von den Nährstoffen her, gibst du deinen Säften, wenn du ihnen beispielsweise Ingwer, Kurkuma, oder Kräuter wie Basilikum, Koriander oder Minze hinzufügst. Wenn du die Säfte nicht selbst herstellen möchtest, gibt es bei verschiedenen Anbietern auch bereits fertig zusammengestellte Saftkuren zu kaufen. Hier solltest du wiederum insbesondere auf die Qualität der Säfte (z. B. Rohkostqualität und Frische) achten.

Die Dauer für das Saftfasten liegt in der Regel zwischen einem Tag und sieben Tagen. Im besten Fall solltest du das Saftfasten auf ein (verlängertes) Wochenende oder in den Urlaub legen und nur leichtere körperliche Aktivitäten einplanen. Für den Einstieg empfehlenswert ist eine Dauer von drei Tagen. Zu häufig und über einen zu langen Zeitraum solltest du das Saftfasten nicht durchführen, da es sonst zu einem Mangel an Nährstoffen wie gesunden Fetten und Proteinen kommen kann. Außerdem solltest du vor dem Saftfasten einen Arzt konsultieren. Bei verschiedenen Erkrankungen wie Diabetes oder häufig auftretenden Magenproblemen ist das Saftfasten nicht geeignet.

Von der Menge her solltest du täglich ca. 1,5 – 2 Liter der Säfte anstelle der normalen Mahlzeiten und zusätzlich 2 – 3 Liter Wasser und ungesüßten Kräutertee zu dir nehmen. Vor dem eigentlichen Saftfasten empfiehlt es sich, dir ein bis zwei Entlastungstage zu gönnen, an denen du nur leichte Vollkost zu dir nimmst und viel Obst und Gemüse in deine Ernährung integrierst. Auf Alkohol, Koffein und Nikotin solltest du bereits verzichten. 

Nach der Saftkur ist es wichtig, den Körper langsam und behutsam wieder an eine normale Ernährungsweise heranzuführen, beispielsweise durch den Verzehr von gedämpftem Gemüse, Reis oder Porridge. Wichtig ist, dass du nach deiner Fastenkur auf nährstoffreiche und wenig verarbeitete Lebensmittel setzt und auch hier Zucker und ungesunde Fette meidest. Als positive Effekte wirst du u. a. feststellen, dass du früher ein Sättigungsgefühl verspürst und das Essen viel bewusster wahrnimmst. Und so kann deine Fastenkur auch der Start für gesündere Ernährungsgewohnheiten sein.

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